Freitag, 10. März 2017

Ein richtiger Abschied:)

Hallo ihr Lieben:) Ein paar Monate ist es mittlerweile her, seit ich das letzte Mal geschrieben habe. Und viel hat sich verändert. Das erste Semester ist vorbei, die Klausuren sind geschrieben, ich habe neue Freunde kennengelernt und ziehe wohl auch bald um ( in meine Unistadt ). Und obwohl es so viel Neues in meinem Leben gibt, das mittlerweile ja auch gar nicht mehr so neu ist, ist Neuseeland immer noch ganz präsent. Ich sehe jeden Tag die Bilder an meiner Wand und die Landkarte an meiner Tür, schreibe mit meinen Freundinnen, die ich dort kennengelernt habe, und vermisse die Zeit dort unten immer noch sehr. Wenn ich sehe, wie neue Au Pairs gerade alles erleben, was wir vor einem Jahr selbst noch erlebt haben, macht es einen doch manchmal ziemlich traurig. Bald kommen aber ein paar meiner Freundinnen aus Auckland zu mir, und ich freue mich sehr darauf:). Eigentlich wollte ich mit diesem Post meinen Blog endgültig 'abschließen'. All die Monate hatte ich das schon vor, aber konnte mich nie dazu bringen. Aber ich denke, jetzt ist ein guter Zeitpunkt um 'Tschüss und Danke' zu sagen. Danke dafür, dass so viele Menschen meinen Blog mehr als zwei Jahre verfolgt haben, liebe Kommentare da gelassen haben und wegen denen ich wusste, warum ich schreibe. Den Blog zu führen hat mir so viel Spaß gemacht, und ich werde jetzt immer etwas haben, das meine Zeit in Neuseeland festgehalten hat. Wenn ihr trotzdem noch Fragen habt, dann stellt sie mir gerne, schreibt mir einfach eine Email ( alessacs@web.de ). Ich habe während dem Jahr viele Fragen und Nachrichten bekommen, vielleicht liest das jetzt ja wieder ein ( zukünftiges ) Au Pair, das Fragen hat und Antworten will. Ich freue mich über jede Nachricht:). Also dann, vielen Dank für alles und macht's gut, egal wo ihr momentan seid oder wohin es euch vielleicht bald verschlägt:).

Donnerstag, 22. September 2016

Au Pair - Erwartungen vs. Realität

Für viele heißt es bald, sich zu entscheiden, was nach dem Abi kommt. Auch wenn es bis dahin noch ein paar Monate sind - Die Entscheidung muss ja schonmal feststehen, wenn die Bewerbungsfristen beginnen. Maximal ein Jahr im Voraus kann sich bewerben, für diejenigen unter euch, die gleich nach dem Abiball ( so wie die meisten ) im Sommer los wollen, könnte es jetzt also rein theoretisch losgehen:-). Heute wollte ich einfach mal die Erwartungen vor dem Au-Pair-Jahr mit der Realität vergleichen. Ich weiß, man will es ja oft nicht von den Erfahrungen anderer abhängig machen und sich eine eigene Meinung bilden - Verstehe ich absolut, ich war da nicht anders☺. Ich dachte mir auch, 'Ach, mir wird das sowieso nicht passieren! Wieso sollte ich Pech mit meiner Familie haben?!' oder ' Kinder können doch gar nicht sooo anstrengend sein. Mir macht es doch Spaß mit Kindern zu arbeiten'. Jaja, bisschen blauäugig geht wahrscheinlich jeder an das Ganze ran☺. Deshalb hier mal ein kleiner 'Realitätscheck'.
Das hier sind übrigens nur meine Eindrücke, sowie die von befreundeten Au Pairs. Kann sein, dass jemand anderes das komplett anders sieht als ich/wir. Falls das so ist, kannst Du mir ja einen Kommentar hinterlassen☺.

 SPRACHE
☺ 1. Erwartung:
     Ich werde mein Englisch ( bzw. die jeweilige Fremdsprache ) total verbessern und  
     richtig gut sprechen, wenn ich wieder nach Hause komme.

☺ 2. Realität:
     Man spricht viel mehr Deutsch, als ich es erwartet hätte. In der Freizeit haben viele
    Au Pairs keine Lust mehr, nur Englisch zu sprechen, vor allem wenn die Gruppe nur aus
    Deutschen besteht. Manche ziehen es konsequent durch mit dem Englischsprechen, was
    man dann natürlich auch gleich hört. Der Großteil macht es sich aber lieber "bequemer"
    und spricht Deutsch ( da zähle ich mich auch mal dazu:D ). Dadurch, dass man aber mit
    seiner Gastfamilie und im täglichen Leben ( Einkaufen, Spielgruppe,... ) Englisch
    sprechen MUSS, merkt man am Ende vom Jahr deutlich den Unterschied. Ich hatte am
    Ende zumindest einen kleinen Akzent und spreche deutlich fließender☺.

FAMILIENLEBEN
1. Erwartung:
    Ich wünsche mir, eine "zweite" Familie zu finden, mit der ich auch am Wochenende
    Zeit verbringe.

Realität:
    Zu 100% glücklich waren, bis auf ein paar ganz wenige Ausnahmen, alle Au Pairs nicht.
    Klar, perfekt sein kann und muss es gar nicht, aber sich wie ein richtiges
    Familienmitglied gefühlt ( mit was immer geworben wird ) hat sich ( bis auf vielleicht
    zwei meiner Freundinnen ) keiner. Man mag sich, man kann miteinander sprechen,
    aber oft ist so, dass man manchmal gar nicht mehr weiß, über was man sprechen soll.
     Dass liegt auch oft daran, dass man manche Dinge, die man erzählen will, gar nicht
    richtig ausdrücken kann. Und bis man die richtigen Worte gefunden hat, ist das
    Thema oft schon wieder vorbei.
    Vor allem am Anfang weiß man noch nicht, inwiefern man sich am Familienleben
    beteiligen soll. Wann sollte ich besser ins Zimmer gehen, damit meine Gastfamilie
    Zeit für sich hat? Ist es okay für sie, wenn ich mit ihnen fernsehe? Dass ist von Familie
    von Familie unterschiedlich - Die Gastfamilie meiner Freundin zum Beispiel wollte, dass
    sie auch am Wochenende mit auf Ausflüge oder in den Urlaub kommt, und war schon
    "gekränkt", wenn sie mal nicht mitgekommen ist. Andere sagen ganz deutlich, wann sie
    Zeit für sich haben wollen. Am besten sprecht ihr die Familie noch beim Skypen darauf
    an, denn je nachdem, wie wichtig euch Familienanschluss ist, solltet ihr die Einstellung
    eurer zukünftigen Gastfamilie gleich kennen. Bei vielen war es so, dass sie, je länger
    sie dort waren und je mehr Freunde sie gefunden haben, die Zeit lieber mit ihnen
    verbracht haben. Trotzdem fand ich es schön, mit meiner Gastfamilie ( Nummer 2 )
    zusammen auf Geburtstage oder ins Schwimmbad zu gehen☺.

REMATCH
☺ Erwartung:
    Ich habe mich beim Skypen so gut mit meiner Gastfamilie verstanden, da kann gar
    nichts schiefgehen!

☺ Realität:
     Oft wird von der Organisation verschwiegen, wie häufig es tatsächlich zum Rematch
    kommt. Mir sind während meiner Zeit so viele Au Pairs begegnet, die einfach
    nicht glücklich waren, und sich deshalb zu einem Rematch entschieden haben.
    Lasst euch davon aber nicht abschrecken! Es kann genauso gut von Anfang an super
    laufen, und selbst wenn nicht - ein Rematch ist keine Schande - Es kann nur besser
    werden☺.

FREUNDE FINDEN
☺ Erwartung:
     Ich möchte wahre Freunde finden, mit denen ich nach der Arbeit was unternehmen
    kann, und mit ihnen am Wochenende und im Urlaub das Land bereise.

Realität:
    Ist absolut möglich!☺ Ich habe in diesem Jahr so unglaublich tolle, lustige und
    vor allem echte Freunde gefunden, ohne die mein Jahr nur halb so toll gewesen
    wäre. Wir waren im Kino, feiern, sind essen gegangen, waren am Strand oder
    haben einfach mal das ganze Land bereist. Ein Au Pair meinte mal, sie glaubt nicht
    an wahre Freundschaft zwischen Au Pairs, es wäre alles mehr eine
    "Zweck-Freundschaft", da ja keiner alleine sein will. Kann ich nur dazu sagen, stimmt
    nicht! Klar, mit manchen Menschen kommt man besser, mit anderen weniger gut
    klar, aber fast alle Au Pairs die ich kennengelernt habe, waren tolle und
    aufgeschlossene Menschen, die genau wie du und ich alleine in ein fremdes Land  
    kommen und sich freuen, andere kennenzulernen. Und obwohl ich mit manchen von
    ihnen nur ein halbes Jahr hatte, war es als würde ich sie schon immer kennen:-).

ARBEIT ALS AU PAIR
☺ Erwartung:
    Der Job wird mir total viel Spaß machen, schließlich liebe ich es, mit Kindern
    zu arbeiten. Auf Kinder aufpassen und mit ihnen zu spielen kann ja nicht so
    schwer sein.

☺ Realität:
    Abends nach der Arbeit, wenn wir uns noch irgendwo getroffen haben, war es
    ganz schön, sich auch mal über den Tag "auslassen" zu können, vor allem wenn es
    ein nicht ganz so schöner und erfolgreicher Tag war. Geteiltes Leid ist eben doch
    oftmals halbes Leid☺. Denn so einfach wie man sich den Job als Au Pair
    vorstellt, ist er dann doch nicht. Wie oft habe ich von Freunden gehört "Och, so
    ein bisschen spielen kann doch nicht so schrecklich sein!" Wenn es nur ein bisschen
    Spielen wäre:D. Klar, es hängt alles von den Aufgaben seitens der Gasteltern
    ( wie wichtig ist der Haushalt,... ) und den Kindern ab. Aber man muss sich eben
    klarmachen, dass manche Kinder teilweise schon mehr als fünf Au Pairs hatten. Und
    die Kinder sind vielleicht gerade mal 4 oder 5. Während manche Kinder da ganz
    "locker" mit umgehen und in jedem neuen Au Pair eben eine neue Spielkameradin
    sehen, machen andere ganz deutlich, wie sehr sie ihr altes Au Pair vermissen und
    wie viel cooler die doch war. Da ist es dann ein bisschen Glück, welche "Art" von Kind
    man erwischt hat. Je älter die Kinder sind, desto mehr verstehen sie das ganze 
    Au Pair-Programm und wissen, dass nach deiner Zeit sowieso jemand Neues kommt. Das
    ist bei Kleineren auf jeden Fall leichter! Wutanfälle haben sie aber alle mal, was  
    normal ist! Dafür entschädigen dann wieder die schönen Momente, wenn man 
    zusammen in den Zoo oder ins Schwimmbad geht, zu Hause eine Übernachtungsparty
    im Zimmer des Au Pairs veranstaltet oder einen Film schaut. Man darf es einfach
    nicht unterschätzen und mit normalem Babysitten vergleichen. Man lebt zusammen
    in einem Haus, läuft sich eigentlich ständig über den Weg, und ist fast rund um die
    Uhr zusammen. Wenn manche Kinder dann auch das Verbot der Eltern, nicht
    ins Zimmer des Au Pairs zu gehen, ignorieren, und immer mal wieder Sachen fehlen,
    macht es das Ganze auch nicht schöner:D. Aber wie gesagt, jede Familie und vor
    allem jedes Kind ist unterschiedlich! Auch beim Haushalt gibt es da Unterschiede -
    während manche Familien sehr viel Wert darauf legen, dass das Haus am Abend
    perfekt aussieht, ist anderen wichtiger, dass die Kinder glücklich sind, wenn die
    Eltern abends von der Arbeit nach Hause kommen. Da muss man eben vorher beim
    Skypen nachhaken, wie die Familie ( hauptsächlich die Gastmutter ) so tickt. Dass
    man nach einem Arbeitstag so müde sein kann, hätte ich auf jeden Fall nicht
    gedacht:D.

Zunehmen
☺ Erwartung:
    Zunehmen? Ich doch nicht!

☺ Realität:
    Jedes Au Pair, das ich kennengelernt habe, hat zugenommen:D. Zwischen 5 und 15 Kilo
    hatte am Ende der Zeit fast jede mehr. Bei mir waren es ganze 12 Kilo:D. Wie die
    zustande kommen, brauche ich glaube ich nicht erklären, oder? Mit Freunden essen
    gehen, mit den Kindern backen, und da man quasi zu Hause arbeitet, ist der
    Kühlschrank nie weit weg. Dazu noch die fehlende Motivation, nach der Arbeit noch
    Sport zu machen, und das Zunehmen ist garantiert:D.

REISEN
☺ Erwartung:
    Ich will in meiner Zeit als Au Pair neben meiner Arbeit so viel wie möglich reisen,
    und am Ende ganz Neuseeland gesehen haben.

Realität:
    An meiner Tür hing das ganze Jahr über eine Landkarte von Neuseeland, auf die ich
    mit roten Stickern alle Orte beklebt habe, an denen ich war. Und die Karte war am
    Ende gut gefüllt☺. Je nachdem wie eure Arbeitszeiten sind, haben die meisten
    Au Pairs trotzdem am Wochenende frei. Klar, kann es auch mal sein, dass ihr an einem
    Samstagabend babysitten sollt, allerdings kommt das wirklich nicht oft vor. Außerdem
    bekommt ihr abhängig von eurer Zeit, die ihr insgesamt da seid, bezahlten Urlaub.
    Das sind bei 12 Monaten vier Wochen. Es bleibt also wirklich genügend Zeit, um das
    Land zu bereisen. Und da die Entfernungen in Neuseeland total okay sind, hält einem
    von einem coolen Wochenend-Trip mit Freunden nichts mehr ab☺.


FAZIT

Würde ich es nochmal machen? Gute Frage! Ich würde auf jeden Fall immer wieder nach
Neuseeland gehen; dieses Land ist einfach so unglaublich schön, und ich kann es manchmal heute noch nicht glauben, wenn ich mir die Bilder anschaue, dass ich tatsächlich dort war. Ihr habt ja oben schon gelesen, dass einige Punkte beim Au Pair-Sein, jedenfalls meiner Meinung nach, nicht so ganz den Erwartungen entsprechen, die man zu Beginn hat. Wie bei jeder anderen Arbeit ( egal ob Work & Travel, Freiwilligendienst,... ) gibt es Pros und Contras, Auf und Abs. Ich hatte mit meiner Arbeit als Au Pair tolle Erfahrungen, genauso wie schlechte. Ich würde es vermutlich nochmal machen, einfach da die tollen Erfahrungen ( auch, oder vorallem, die Erlebnisse neben meiner Arbeit ) deutlich überwiegen. Vielleicht würde ich ein paar Dinge anders machen, zum Beispiel mehr auf mein Bauchgefühl hören bei der Familienwahl und eine Familie mit jüngeren Kindern nehmen ( unter vier ). Das soll absolut nicht heißen, dass ich mit meiner zweiten Familie, in der meine Kids ja schon bisschen älter als Vier waren, nicht glücklich war. Aber man merkt ja mit der Zeit, welche Altersgruppe besser zu einem passt, und da ich ja den Vergleich zu meiner ersten Gastfamilie hatte ( Ella war ja noch zwei ), ist es mir deutlich aufgefallen. Das muss aber jeder für sich entscheiden☺. Auf jeden Fall, um zu einem deutlichen Fazit zu kommen - Ja, ich würde es nochmal machen.  Ich hatte in Neuseeland die beste Zeit meines Lebens☺.


    
   


    


   

Donnerstag, 8. September 2016

Was so passiert ist, seit ich wieder hier bin:)

Genau zwei Monate ist es her, seit ich wieder zurück in Deutschland bin. Die Zeit verfliegt hier wirklich genauso schnell wie sie es in Neuseeland getan hat. Und wie soll es anders sein, ist in den letzten acht Wochen einiges passiert☺. Ich habe mich an verschiedenen Unis beworben und wurde an meiner Wunsch-Uni hier in Baden-Württemberg angenommen. Yei!:-) In ein paar Wochen werde ich also Englisch und Spanisch auf Gymnasiallehramt studieren, und bin echt mal gespannt wie das so wird! Die ersten vier Wochen habe ich als Betreuerin in einem Kinder-Feriendorf gearbeitet, was mega viel Spaß gemacht hat - Coole Betreuer, coole Kinder, also alles was man sich so wünscht☺. Dann habe ich mich zwischendurch immer wieder mit Freunden getroffen, was wegen Studium/FSJ/Arbeiten gar nicht so leicht war. Viele sagen ja, dass in der Zeit, in der sie weg sind, viele Freundschaften zerbrechen. Kann ich nur bedingt bestätigen, da zu vielen "Freunden" schon der Kontakt in den ersten Tagen und Wochen in Neuseeland abgebrochen ist. Dass waren dann aber auch die Leute, bei denen die Freundschaft vorher schon nicht so wirklich eng war. Mit allen meinen richtigen Freunden ist es aber so wie immer☺. Ob ich mich während des Jahres verändert habe - Ich glaube nicht. Als ich noch in Neuseeland war, hatte ich das Gefühl, eine andere Person geworden zu sein. Zumindest ein bisschen. Jetzt aber, wo alles um mich herum genau so ist, wie es vor Neuseeland war, bin ich irgendwie auch wieder wie vorher. Also alles ein bisschen komisch und durcheinander☺. Ich muss auch ehrlich gesagt sagen, dass ich Neuseeland fast gar nicht vermisse. Was sich ziemlich blöd anhört, da ich dort unten wirklich eine unglaublich tolle Zeit hatte. Kurz bevor es nach Hause ging und ich Fotos sortiert habe, dachte ich, ich würde mich in Deutschland nie wieder wie zu Hause fühlen können. Ich dachte, ich würde mich mit meinen Freunden nicht mehr so gut verstehen wie vorher, würde jetzt vieles anders sehen. Aber überhaupt nicht! Ich merke einfach, dass Deutschland immer noch mein einziges Zuhause ist, und das ist ja eigentlich auch eine schöne Erkenntnis☺. Trotzdem will ich irgendwann zurück nach Neuseeland, weil es nun doch zu mir gehört. Ein Jahr ist eine lange Zeit. Wenn ich meine Bilder anschaue, bekomme ich doch ab und zu wieder Fernweh und würde nochmal gerne mit meinen Freunden zu einem Wochenendtrip aufbrechen☺. Irgendwann!☺ Zu vielen meiner Neuseeland-Freunde habe ich noch viel Kontakt, was mich wirklich freut. Mit einigen von Ihnen will ich mich bald auch treffen, bei anderen ist es leider schwieriger, da wir so weit voneinander weg wohnen. Aber das wird auch noch klappen, ganz bestimmt! Ich bin einfach so froh, diese Leute kennengelernt zu haben, und das unsere Freundschaft auch über Neuseeland und Au Pair hinausbesteht:-). Apropos Au Pair, ich möchte auf jeden Fall noch etwas dazu schreiben, wie es war, ob es mir gefallen hat und ob ich es nochmal machen würde. Ich hab noch ein paar kleine Ideen, über was ich noch berichten möchte, einfach weil ich es für jetzige/zukünftige Au Pairs schön finde, und vor allem auch, weil ich diesen Blog gerne noch etwas am Leben erhalten will. Er begleitet mich jetzt seit fast zwei(!) Jahren, was wirklich verrückt ist. Von Anfang bis Ende eben☺.

Dienstag, 19. Juli 2016

56 Stunden später...☺

Jetzt bin ich schon seit über einer Woche wieder zu Hause, weshalb es Zeit wird, mal wieder hier zu berichten☺.

Die letzten Tage vor dem Abflug
Meine letzten Tage und die beiden Wochenenden habe ich mit Sortieren meiner ganzen Bilder, Treffen mit Freunden und formellen Sachen wie Bank und Bibliothek verbracht. An meinem vorletzten Wochenende hatte Tina ihre Abschiedsfeier. Zu sechst ( und später noch mit Tinas Gasteltern ) haben wir erst Pizza gebacken und später dann einfach gefeiert. Wir hatten einen mega lustigen Abend☺. Wir haben dann alle da geschlafen, hatten morgens ein leckeres Frühstück, und später ist dann der Rest der Familie zum großen Lunch gekommen. Karo und ich sind noch zum Flughafen gefahren, um uns von Marie zu verabschieden. Pünktlich zum Lunch waren wir wieder bei Tina. Den Nachmittag haben wir mit Filmschauen verbracht, und gegen Abend ist jeder nach Hause gefahren. Ein super schönes Wochenende:-). Da Sam an meinem letzten Freitag Fünf wurde und damit in die Schule kam, standen für uns beide in meiner vorletzten Woche noch einige 'letzte Male' an. Letztes Mal Playcentre, letztes Mal Kindergarten,... An seinem Geburtstag haben ihn seine Eltern in die Schule gebracht, und da ich von da an nun drei Schulkinder hatte, hatte ich von 9-15 Uhr frei. So viel Freizeit, da war ich ja schon fast überfordert ( Natürlich nicht:D ). Da Karo freitags auch frei hat, sind wir zusammen mit einer Freundin von ihr, die sie in ihrem Urlaub auf Fiji kennengelernt hat, zum Mount Taranaki gefahren, um ein paar letzte Fotos zu schießen. Samstag war dann Sams Geburtstag, der ganz unter dem Motto 'Superhelden' stand. Viele kleine Spidermen und Batmen, sehr süß. War auch schön, nochmal die ganze Familie, sprich Onkel, Tanten, Oma und Cousins zu sehnen:-). Dienstag wollte ich eigentlich mit Karo in die Stadt, um mit dem Basteln der Abschiedsgeschenke zu beginnen - Leider wurde Sam krank, und wir saßen somit zu Hause:D. Das haben wir dann am Mittwoch nachgeholt, was natürlich zu ein bisschen Stress und Zeitdruck geführt hat:D. Abends, an meinem letzten Abend, haben wir vom Takeaway Indisch, Pizza und Fish 'n Chips geholt. Ich habe noch ein bisschen an meinen Abschiedsgeschenken gebastelt, und danach mit meinen Gasteltern unsere beiden Serien geschaut. Da ich ja gerne alles aufschiebe, habe ich dann noch bis halb Eins nachts angefangen zu packen:D. Das habe ich dann donnerstags noch gemacht, bin mittags in die Stadt, und habe mich da spontan mit meiner Gastoma zum Lunch im Cafe getroffen. Von ihr habe ich auch ein Abschiedsgeschenk bekommen - einen wunderschönen Bilderrahmen:-). Meine Abschiedsgeschenke habe ich morgens auch noch verteilt, über die sich alle sehr gefreut haben☺. Es gab ein Memory für alle, mit Bildern der vergangenen sechs Monate, und für jedes Kind ein Fotoalbum. Ich habe von meiner Gastfamilie einen Kiwi im All-Blacks-Outfit bekommen:-).

Der Abschied
Nachdem mittags einfach per SMS mein Flug von New Plymouth nach Auckland gecancelt wurde, und mit dieser Airline keine Plätze in anderen Fliegern mehr frei waren, musste ich spontan auf eine andere Airline umbuchen. Dieser Flieger ging dann rund eine später um 17:40 Uhr. Meine Gastfamilie hat mich dann zum Flughafen gebracht, wo ich eingecheckt habe. Beim Betreten des Flughafens ( jedes Kind hat ein Gepäckstück tragen dürfen☺ ) kamen mir dann die Tränen. Die Kinder haben an diesem Tag oft gesagt, dass sie nicht wollen, dass ich gehe, und dass ich bleiben soll. Richtige Tränenausbrüche gab es noch zu Hause von Gracie, allerdings wohl mehr wegen meinem kleinen Kuscheltier ( ein Schaf, das sie New Zealand getauft hat☺ ), dass sie nicht gehen lassen wollte:D. Der Abschied war dann aber okay, ich konnte es irgendwie gar nicht realisieren. Ich war auf der einen Seite gar nicht traurig, aber gefreut auf zu Hause habe ich mich auch nicht. Komisches Gefühlschaos!

New Plymouth-Auckland-Kuala Lumpur-London-Frankfurt
Nach ein bisschen Verspätung gings dann los nach Auckland, wo die nächste "Überraschung" anstand - Anstatt wie geplant um 00:15 Uhr, sollte mein Flug um zwei Uhr gehen. Ich habe die Zeit dann mit McDonalds, letztes Mal Souvenirshoppen und telefonieren ( danke Sabrina☺ ) und schreiben verbracht. Im Flugzeug saßen wir dann nochmal eine Stunde, bis es schließlich um kurz nach drei Uhr losging. Der Flug war okay, bisschen schlafen konnte ich sogar auch. In Kuala Lumpur angekommen musste dann natürlich das passieren, was ich schon beim Abflug von Auckland befürchtet habe - der Anschlussflieger nach London hat nicht auf uns gewartet. Gott sei Dank habe ich ein neuseeländisches Ehepaar mit ihrem zwölfjährigen Sohn kennengelernt, die auch nach London mussten. Zusammen haben wir unseren neuen Flug bekommen, der um 23 Uhr kommen sollte. Also wurde uns ein Hotel in Kuala Lumpur für die nächsten zehn Stunden gestellt. Das Hotel war richtig schick, und das Essen sehr lecker! Meine Zeit habe ich also mit essen, essen ( Lunch und Dinner☺ ) und ein bisschen fernsehen verbracht. Die Stunde, bevor uns der Shuttle abgeholt hat, habe ich unten mit der neuseeländischen Familie noch ein paar Runden Monopoly gespielt, bis wir zum Flughafen gebracht wurden. In einer Bar haben wir noch was getrunken, und mit einer guten Stunde Verspätung gings los nach London. Der Flug war weniger angenehm, es hat ziemlich gewackelt eine ganze Zeit lang, aber dank der Tablette, die mir eine Stewardess gegeben hat, habe ich es überstanden:D. Das Essen hing mir zwar ziemlich schnell zum Hals raus, aber auch das habe ich überlebt☺. Ein paar Filme später und ein kleines bisschen Schlaf später war ich dann um etwa halb Sieben morgens in London. Ich bin gleich durch die Sicherheitskontrolle, habe gefrühstückt, war am Laptop, und bin dann um etwa 11 Uhr nach Frankfurt geflogen. Aufgeregt oder voller Vorfreude war ich immer noch nicht, und das Deutsch der anderen Passagiere hat mich irgendwie genervt. Ich wollte einfach Englisch sprechen:D.

Das Wiedersehen
Angekommen in Frankfurt bin ich etwa 1 3/4 Stunden später, allerdings ist mein Gepäck irgendwo in Auckland/Malaysia/London hängen geblieben:D. Ja, und dann gings auch schon durch die Tür, wo meine Familie, zwei Freundinnen und Mama der einen Freundin mit einem großen Plakat auf mich gewartet haben☺. Es war einfach alles wie immer, und es hat sich nicht so angefühlt, als wäre es bereits ein Jahr her, seit ich hier mein Abenteuer gestartet habe. Es war einfach unwirklich! Wir sind nach Hause gefahren, wo meine beste Freundin noch bis abends geblieben ist, und wir Pizza bestellt haben. Sonntag gabs dann meine 'Überraschungsparty', die zwar keine Überraschung mehr, aber trotzdem sehr schön war☺.

So, das wars auch schon von meiner ( etwas ) anstrengenden Reise und dem Wiedersehen. Allerdings gibt's ja trotzdem noch ein bisschen was zu erzählen, weshalb das hier noch nicht der letzte Post☺.

Donnerstag, 7. Juli 2016

See you, New Zealand!

Der Post heute kommt direkt vom Flughafen in Auckland. Hier sitze ich nämlich grade und warte drauf, dass ich losfliegen kann. Nach Flug gestrichen, Verspätung und nochmal Verspätung will ich jetzt einfach, dass es losgeht:D. Ich wollte mich nur mal kurz melden, einen langen Post gibts, wenn ich wieder zuhause bin. See you, New Zealand!:-)

Mittwoch, 22. Juni 2016

Happy 19th Birthday!:-)

Ich hatte einen wirklich tollen Geburtstag hier in Neuseeland!:-) Morgens bin ich ein bisschen früher aufgestanden, um mit meiner Familie zu Hause zu telefonieren, wurde aber relativ schnell von den Kindern unterbrochen:D. Da die letzten Tage Pakete von Familie und Freunden ankamen, und die Kinder das natürlich wussten, wollten sie die unbedingt auspacken. Haben wir dann auch gemacht, und ich habe viele tolle Sachen bekommen. Vielen lieben Dank!☺ Meine Gastmama kam dann auch ins Zimmer, hat mir gratuliert und mir mein Geschenk überreicht - Ich habe einen kleinen Bildband von Taranaki, und einen großen Bildband von ganz Neuseeland bekommen☺. Mal sehen, ob der beim Packen nicht die Gewichtsgrenze sprengen wird:D. Danach war der Rest des Tages eigentlich wie immer, wir waren im Playcentre, haben zu Hause Lunch gegessen und ich habe Sam in den Kindergarten gebracht. Nach der Arbeit, als meine Gastmama wieder daheim war, haben wir das Geburtstagsdinner vorbereitet - ich habe mir Hamburger gewünscht☺. Gegen halb sieben sind dann meine Geburtstagsgäste eingetrudelt - Ich habe fünf Freundinnen eingeladen, und wir hatten einen mega lustigen und schönen Abend:-). Die Kinder waren natürlich super aufgeregt und aufgedreht, und sind glaube ich gegen zehn Uhr endlich eingeschlafen:D. Die 19 Kerzen auf dem Schoko-Geburtstagskuchen, den meine Gastmama mir gebacken hat, wurden zweimal ausgeblasen, da wir eigentlich dachten, dass die Kinder beim zweiten Mal ( wo dann auch die Gäste da waren ) schon im Bett waren - war wohl nix:D. Um halb Elf sind die Mädels dann nach Hause gegangen, und nachdem ich mit meinen Gasteltern noch ein bisschen ferngeschaut habe, bin ich dann müde ins Bett gefallen. Ein wunderschöner Tag!☺

Sehr, sehr lecker!☺

Marie, Karo, Ich, Katharina
Tina, Gracie, Sandra

Montag, 13. Juni 2016

Ganz schön was los die letzten Tage...

Da ich ja grade schonmal am Laptop sitze und meinen Post zu Taupo geschrieben habe, dachte ich mir, kann ich doch mal ein bisschen was über meine letzten Tage berichten☺. 1. Arzt & Krankenhaus
Die Arztpraxis kennt mich mittlerweile auch schon ziemlich gut:D. Die letzten Tage und Wochen war ich mehrmals beim Arzt - Mal wegen geschwollenem Finger, dann mal wieder mein Husten, der seit drei Monaten nicht weg geht, dann die Lymphknoten die angeschwollen sind. Ich war in Deutschland nie krank, aber jetzt, wo ich für jeden Arztbesuch bezahlen muss, bin ichs natürlich fast jeden Tag:D. Im Krankenhaus und im Labor musste ich dann Röntgenbilder und Bluttest machen lassen, aber sieht wohl alles ganz gut aus!☺ Meine Gastmama meinte schon, dass ich dank meiner sechs Pillen Antibiotika am Tag schon meine eigene kleine Apotheke aufmachen kann - Naja, solange es hilft!:D 

2. Maries Abschiedsdinner
Marie ist ein Au Pair aus South Taranaki, dass ich hier kennengelernt habe☺. Da sie auch bald nach Hause fliegt, wurde ich am Samstagabend zum Farewell Dinner eingeladen. Mit ihrer Gastfamilie+Großeltern und zwei anderen Au Pairs gings zum Inder, und wir hatten neben sehr leckerem Essen einen superwitzigen Abend☺.

3. Unibewerbungen sind stressig, vor allem wenn man nicht vor Ort ist!
Da jede Uni andere Anforderungen an die Bewerbung stellt ( mal nur Onlineformular, dann muss man zusätzlich noch was , manche wollen ein Passbild ), ist das alles ein kleines Durcheinander im Moment. Vor allem bei Fragen, die plötzlich auftauchen, muss ich die Bewerbung abbrechen und am nächsten Tag weitermachen, da ich dank Zeitverschiebung leider nicht anrufen kann. Aber ich wird demnächst mal wieder mit meinen Eltern skypen und dann schauen, wie wirs am besten machen☺. Es geht aber defintiv voran!

4. ES WIRD KALT!
Danke Mama für meine Winterjacke!! Es wird echt kalt, und das Wetter schwankt zwischen Sonnenschein und Dauerregen! Auf dem Mountain liegt mittlerweile sogar Schnee, und auf den Anblick habe ich mich schon ewig gefreut☺.

5. Schulbesuche mit Sam
Da er ja in etwa zwei Wochen in die Schule kommt, geht er jetzt zweimal die Woche in die Schule für ein paar Stunden. Donnerstags mit dem Kindergarten und dienstags eigentlich mit mir, allerdings hat seine zukünftige Klassenlehrerin gefragt, ob er versuchen will, alleine zu bleiben. Wollte er, und das heißt für mich, ein bisschen mehr Freizeit und Pause am Tag☺.

6. Von 'I hate you!' zu 'I love you!'
Die Kinder wissen glaube ich im Moment selbst nicht, was sie wollen:D. Im einen Moment bist du das 'gemeinste Au Pair der Welt', und im anderen Moment darfst du aber wieder die Hand beim Zahnarzt halten und bist die Coolste, weil du erlaubst, den Fernseher doch schon zehn Minuten früher einzuschalten:D. Auch wenn sie oftmals gar nicht wissen, was sie denn von sich geben, ist es manchmal doch schwer, die Ruhe zu bewahren und es sich nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen. Wie gesagt, es gibt gute und schlechte Zeiten☺.

7. Bald geht's nach Hause!
Von allen Seiten werde ich im Moment gefragt, wie es mir bei dem Gedanken geht - Familie zuhause, Familie hier, Freunde zuhause, Freunde hier, Lehrer, Kindergärtner, andere Mamas. Es sind am Donnerstag noch drei Wochen, dann fliege ich nach Auckland. Ich freue mich sehr auf Zuhause ( auch wenn ich durch den Tod von Balu, unserer Katze, ein bisschen 'Angst' davor habe ), meine Familie und Freunde wiederzusehen. Allerdings weiß ich genau, wie sehr ich Neuseeland vermissen werde. Ein bisschen von allem, würde ich sagen. Allerdings war ein Jahr ( Au Pair ) genug, weshalb ich mich auch schon wieder auf einen neuen Lebensabschnitt freue☺.

So, das wars erstmal mit meinem Update!☺ Habt eine schöne Woche, Alessa☺

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